Der Jurist und CDU-Politiker Bundespräsident a. D. Professor Dr. Roman Herzog, geb. 1934, lehrte Staatsrecht und Politik in München, Berlin und Speyer. Er war Minister für Kultur und Sport sowie Innenminister des Landes Baden-Württemberg. 1983 wurde er Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, 1987 dessen Präsident. Von 1994 bis 1999 amtierte er als siebter Bundespräsident Deutschlands. Roman Herzog ist mit Baronin Alexandra von Berlichingen verheiratet.
Der Jurist und SPD-Politiker Dr. Klaus von Dohnanyi, geb. 1928, war geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Marktforschung und Unternehmensberatung Infratest. Von 1972 bis 1974 war er Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, von 1976 bis 1981 Staatsminister im Auswärtigen Amt und in den Jahren 1981 bis 1988 bekleidete er das Amt des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands fungierte Klaus von Dohnanyi u. a. als Sonderberater „Markt und Staat“ der Treuhandanstalt. 2004 erarbeitete die nach ihm benannte Kommission im Auftrag der Bundesregierung Analysen zur Lage in den neuen Bundesländern. Seit August 2009 ist Klaus von Dohnanyi, der mit der Lyrikerin Ulla Hahn verheiratet ist, Vorsitzender der von der Großen Koalition eingesetzten „Mindestlohn-Kommission“.
Der Diplom-Kaufmann Professor. Dr. h. c. mult. Roland Berger, geb. 1937, ist Chairman of the Supervisory Board von Roland Berger Strategy Consultants München. Seit 1996 lehrt er an der Technischen Universität Cottbus. Von Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde er in die Expertenkommission zur Erarbeitung von Regeln für feindliche Unternehmensübernahmen berufen. Roland Berger gehörte der „Rürup-Kommission“ an und ist heute Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten sowie in der „High Level Group“ zum EU-Bürokratieabbau.
Dr. Wolfgang Gerhardt, geb. 1943, leitete nach seiner Promotion zunächst das Regionalbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover und das Ministerbüro des Hessischen Innenministers. Von 1987 bis 1991 gehörte er als Staatsminister für Wissenschaft und Kunst selbst der Landesregierung in Wiesbaden an. Von 1985 bis 1995 war Wolfgang Gerhardt zunächst stellvertretender, von 1995 bis 2001 schließlich Bundesvorsitzender der FDP. Seit 1994 ist er Mitglied der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, die er von 1998 bis 2006 als Fraktionsvorsitzender führte. Seit 2006 amtiert Wolfgang Gerhardt als Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Prof. Dr. Ing. E. h. Hans-Olaf Henkel, geb. 1940, studierte nach kaufmännischer Lehre an der Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg. Über 30 Jahre arbeitete er bei IBM. Zuletzt war er Chef von IBM Europa mit über 90.000 Mitarbeitern. Von 1995 bis 2000 war Hans-Olaf Henkel Präsident des BDI, zwischen 2001 und 2005 Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz. Heute ist er Honorarprofessor an der BWL-Fakultät der Universität Mannheim. Hans-Olaf Henkel ist Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten sowie Autor erfolgreicher Publikationen.
Professor Dr. Hans Hugo Klein, geb. 1936, nahm nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1969 eine Professur für öffentliches Recht an der Universität Göttingen an. Von 1972 bis 1983 saß er für die CDU im Deutschen Bundestag und war von 1982 bis 1983 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz. 1983 wurde er als Richter an das Bundesverfassungsgericht gerufen. Hans Hugo Klein gehörte dort dem zweiten Senat bis 1996 an. Er beschäftigte sich u. a. mit dem Parteienrecht und dem Recht des öffentlichen Dienstes.
Professorin Dr. Jutta Limbach, geb. 1934, hat an den Universitäten Berlin und Freiburg Rechtswissenschaften studiert. Seit 1971 ist sie Professorin für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtssoziologie an der Freien Universität Berlin. Von 1989 bis 1994 bekleidete Jutta Limbach das Amt der Senatorin für Justiz des Landes Berlin. Von 1992 bis 1993 war sie zudem Mitglied der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat. Von 1994 bis 2002 war Jutta Limbach Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und von 2002 bis 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts. Sie ist Mitherausgeberin mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und seit 2009 Vorsitzende der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.
Der CDU-Politiker Oswald Metzger, geb. 1954, studierte Rechtswissenschaften in Tübingen. Sechs Jahre arbeitete er als selbständiger Unternehmer. 1994 wurde er zum Landesgeschäftsführer der kommunalpolitischen Vereinigung „Grüne/Alternative in den Räten von Baden-Württemberg“ berufen. Von 1994 bis 2002 war Oswald Metzger Mitglied des Deutschen Bundestages und gehörte dort u. a. als Obmann der Grünen dem Hauhaltsausschuss an. Nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament war Oswald Metzger von 2003 bis 2005 für die Bertelsmann-Stiftung tätig und von 2004 bis 2005 Distinguished Fellow beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Im November 2007 trat er aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen aus. Seit April 2008 ist Oswald Metzger Mitglied der CDU, seit 2009 Beisitzer im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.
Der FDP-Politiker Professor Dr. Karl-Heinz Paqué, geb. 1956, hat an den Universitäten Saarbrücken, Kiel und der University of British Columbia Volkswirtschaftslehre studiert. Nach mehrjähriger Tätigkeit u. a. als wissenschaftlicher Direktor am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, erfolgte 1996 die Berufung auf den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt „Internationale Wirtschaft“ an der Otto-von-Guericke-Universität zu Magdeburg. Von 2002 bis 2006 war Karl-Heinz Paqué Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, danach Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und von 2003 bis 2008 Mitglied im Bundesvorstand der FDP.
Renate Schmidt, geb. 1943, arbeitete als Programmiererin, Systemanalytikerin und Betriebsrätin in einem führenden Versandunternehmen. Von 1980 bis 1994 und von 2005 bis 2009 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an und war in den Jahren 1990 bis 1994 dessen Vizepräsidentin. Von Oktober 2002 bis November 2005 bekleidete Renate Schmidt das Amt der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im II. Kabinett Schröder. Die langjährige Vorsitzende der Bayern-SPD arbeitet heute u. a. als Ombudsfrau für Datenschutz und Korruptionsbekämpfung für Vodafone und als Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Nestlé Zukunftsforums. Sie ist auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert, so z.B. in der „Expertenkommission Familie“ der Bertelsmann Stiftung oder als Vorstandsmitglied des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“. Renate Schmidt ist Autorin mehrerer Bücher, u. a. von „S.O.S. Familie – ohne Kinder sehen wir alt aus“.
Der Diplom-Kaufmann Dr. Manfred Schneider, geb. 1938, war seit 1966 zunächst Leiter des Finanz- und Rechnungswesens Duisburger Kupferhütte, einer Beteiligungsgesellschaft der Bayer AG, und zuletzt Vorsitzender des Vorstandes. 1987 wurde er in den Vorstand der Bayer AG berufen, 1992 bis 2002 agierte er schließlich als Vorsitzender des Vorstandes. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bayer AG. Von 1999 bis 2001 war er Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie. Manfred Schneider ist seit 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Linde AG.
Der CDU-Politiker Professor Dr. Rupert Scholz, geb. 1937, studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1972 nahm er den Ruf der Freien Universität Berlin als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht an. 1978 folgte er schließlich dem Ruf der Universität München auf den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Verwaltungslehre und Finanzrecht (Emeritierung 2005). Von 1981 bis 1983 war er Senator für Justiz, ab 1982 auch für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin. Von 1988 bis 1989 gehörte Rupert Scholz als Bundesminister der Verteidigung dem Kabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl an. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.
Gerhard Stratthaus, geb. 1942, war von 1968 bis 1973 Mitglied des Gemeinderats und anschließend bis 1981 Bürgermeister von Brühl. Von 1981 bis 1993 amtierte er als Stadtoberhaupt von Schwetzingen. Seit 1992 ist er Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg und agierte u. a. als finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Unter Ministerpräsident Teufel wurde er 1998 baden-württembergischer Finanzminister und behielt dieses Amt bis 2008 inne. Im Oktober 2008 wurde er in den Leistungsausschuss des Finanzmarktstabilisierungsfonds bestellt, der in der Folge der internationalen Finanzkrise die Geschäftsfähigkeit der deutschen Banken sichern soll.
Der Diplom-Verwaltungswirt und CDU-Politiker Dr. h. c. Erwin Teufel, geb. 1939, war von 1964 bis 1972 Bürgermeister von Spaichingen. Über drei Jahrzehnte (1972 bis 2006) gehörte er dem Landtag von Baden-Württemberg an, von 1978 bis 1991 als Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Von 1972 bis 1978 war Erwin Teufel politischer Staatssekretär im Innenministerium und Staatssekretär für Umweltschutz. 1991 bis 2005 amtierte er schließlich als Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und zugleich als Landesvorsitzender der CDU. Von 1992 bis 1998 war er Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. Erwin Teufel war Präsident des Bundesrates und Mitglied im Ausschuss der Regionen Europas der EU.
Der Notar und SPD-Politiker Dr. Henning Voscherau, geb. 1941, war SPD-Fraktionsvorsitzender und von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. 1992 wurde er zum Vorsitzenden der Verfassungskommission des Deutschen Bundestages und des Bundesrates berufen. Henning Voscherau war Präsident des Bundesrates und Vorsitzender des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Deutschem Bundestag.
Rainer Wend, geb. 1954, war von 2002 bis 2005 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Arbeit sowie von 2005 bis 2009 wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1998 bis 2009 gehörte er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Bielefeld dem Deutschen Bundestag an. Rainer Wend absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft, welches er 1979 mit dem ersten- und 1984 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. 1984 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. an der Universität Bielefeld. Rainer Wend ist seit dem 1. April 2009 für die Deutsche Post AG tätig und zeichnet dort für den Zentralbereich Politik und Unternehmensverantwortung verantwortlich.