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Mitglieder des Konventkreises

Bundespräsident a. D. Professor Dr. Roman Herzog

Vorsitzender
Bundespräsident a. D. Professor Dr. Roman Herzog

Der Jurist und CDU-Politiker Roman Herzog, geb. 1934, lehrte Staatsrecht und Politik in München, Berlin und Speyer. Er war Minister für Kultur und Sport sowie Innenminister des Landes Baden-Württemberg. 1983 wurde er Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, 1987 dessen Präsident. Von 1994 bis 1999 amtierte er als siebter Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Roman Herzog, der mit Alexandra Freifrau von Berlichingen verheiratet ist, leitete den ersten europäischen Konvent, der zwischen Dezember 1999 und Oktober 2000 die Charta der Grundrechte der Europäischen Union erarbeitete. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze publiziert und ist mehrfach im Ausland wie im Inland ausgezeichnet worden.

Dr. Klaus von Dohnanyi

Stellvertretender Vorsitzender
Dr. Klaus von Dohnanyi

Der Jurist und SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi, geb. 1928, war geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Marktforschung und Unternehmensberatung Infratest. Von 1972 bis 1974 war er Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, von 1976 bis 1981 Staatsminister im Auswärtigen Amt. In den Jahren 1981 bis 1988 bekleidete er schließlich das Amt des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands fungierte Klaus von Dohnanyi u. a. als Sonderberater „Markt und Staat“ der Treuhandanstalt. 2004 erarbeitete die nach ihm benannte Kommission im Auftrag der Bundesregierung Analysen zur Lage in den neuen Bundesländern. Seit August 2009 leitete Klaus von Dohnanyi, der mit der Lyrikerin Ulla Hahn verheiratet ist, den Mindestlohn-Ausschuss der Bundesregierung. Von Dohnanyi ist darüber hinaus Mitglied der Atlantik-Brücke und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Er war 1986 Gründer der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.

Dr. Wolfgang Gerhardt

Dr. Wolfgang Gerhardt

Wolfgang Gerhardt, geb. 1943, leitete nach seiner Promotion zunächst das Regionalbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover und das Ministerbüro des Hessischen Innenministers. Von 1987 bis 1991 gehörte er als Staatsminister für Wissenschaft und Kunst selbst der Landesregierung in Wiesbaden an. Von 1985 bis 1995 war Wolfgang Gerhardt zunächst stellvertretender, von 1995 bis 2001 schließlich Bundesvorsitzender der FDP. Er war 19 Jahre lang (1994-2013) Mitglied der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, die er wiederum von 1998 bis 2006 als Fraktionsvorsitzender führte. Seit 2006 amtiert Wolfgang Gerhardt als Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Professor Dr. Hans Hugo Klein

Prof. Dr. Hans Hugo Klein

Hans Hugo Klein, geb. 1936, nahm nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1969 eine Professur für öffentliches Recht an der Universität Göttingen an. Von 1972 bis 1983 saß er für die CDU im Deutschen Bundestag und war von 1982 bis 1983 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz. 1983 wurde er als Richter an das Bundesverfassungsgericht gerufen. Hans Hugo Klein gehörte dort dem zweiten Senat bis 1996 an. Er beschäftigte sich u. a. mit dem Parteienrecht und dem Recht des öffentlichen Dienstes.

Prof. Dr. Jutta Limbach

Prof. Dr. Jutta Limbach

Jutta Limbach, geb. 1934., 1. und 2. Jur. Staatsexamen (1962,1968). Promotion 1966, Habilitation, gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1971. Von 1972 bis 1999 Professorin am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin. 1989-1994 war sie Senatorin für Justiz in Berlin. 1992/1993 Mitglied der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat. 1994-2002 war Jutta Limbach Richterin und als erste Frau Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Von 2002 bis 2008 war sie Präsidentin des Goethe-Instituts und bis 2007 Vorsitzende des Deutschen Sprachrats. Sie ist derzeit Vorsitzende der Beratenden Kommission für die Rückgabe verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz, und Vorsitzende des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Sie hat viele Bücher und Aufsätze publiziert und ist mehrfach im Ausland wie im Inland ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué

Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué

Der FDP-Politiker Karl-Heinz Paqué, geb. 1956, hat an den Universitäten Saarbrücken, Kiel und der University of British Columbia Volkswirtschaftslehre studiert. Nach mehrjähriger Tätigkeit, u. a. als wissenschaftlicher Direktor am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, erfolgte 1996 die Berufung auf den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt „Internationale Wirtschaft“ an der Otto-von-Guericke-Universität zu Magdeburg. Von 2003 bis 2007 war Karl-Heinz Paqué Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, danach Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Von 2003 bis 2007 war und seit 2013 ist er Mitglied im Bundesvorstand der FDP.

Petra Roth

Dr. h. c. Petra Roth

Petra Roth, geb. 1944, war von 1995 bis 2012 Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. In den Jahren von 1997 bis 1999, 2003 bis 2005 und 2009 bis 2011 war sie Präsidentin des Deutschen Städtetags und Mitglied im Ausschuss der Regionen der Europäischen Union. Darüber hinaus hatte und hat Petra Roth – zum Teil als Vorsitzende – eine Reihe von Mandaten in Aufsichts- oder Beiratsgremien bedeutender wirtschaftlicher Unternehmen inne, zu deren Geschäftsfeldern die Energieversorgung, der Personen- und Güterverkehr, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, das Planungs- und Ingenieurwesen und das Messegeschäft sowie die Finanz- und Versicherungswirtschaft gehören. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung Schloss Ettersburg – Gestaltung des demografischen Wandels. Die Universität der Frankfurter Partnerstadt Tel Aviv und die Frauenuniversität Sookmyung in Seoul haben Petra Roth jeweils die Ehrendoktorwürde verliehen.

Christine Scheel

Christine Scheel

Die Grünen-Politikerin Christine Scheel, geb. 1956, hat sich vor allem als Finanzpolitikern zwischen 1994 und 2012 im Deutschen Bundestag einen Namen gemacht. Während der rot-grünen Regierungszeit leitete sie dort von 1998 bis 2005 als Vorsitzende den Finanzausschuss. Zuvor war sie Abgeordnete im Bayerischen Landtag, davon vier Jahre als Fraktionsvorsitzende der Grünen. Im Jahr 2000 wurde sie als erste Frau mit dem Elite-Mittelstandspreis der Union Mittelständischer Unternehmen ausgezeichnet. Von 2009 bis 2012 war sie die Mittelstandsbeauftragte der Grünen Bundestagsfraktion. Sie gehört dem Senat des Europäischen Wirtschaftsforums (EWiF) an. Im Januar 2012 legte sie ihr Mandat im Deutschen Bundestag nieder. Heute arbeitet sie als Wirtschaftsberaterin.

Renate Schmidt

Renate Schmidt

Renate Schmidt, geb. 1943, arbeitete als Programmiererin, Systemanalytikerin und Betriebsrätin in einem führenden Versandunternehmen. Von 1980 bis 1994 und von 2005 bis 2009 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an und war in den Jahren 1990 bis 1994 dessen Vizepräsidentin. Von Oktober 2002 bis November 2005 bekleidete Renate Schmidt das Amt der Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im II. Kabinett Schröder. Die langjährige Vorsitzende der Bayern-SPD arbeitet heute u. a. als Ombudsfrau für Datenschutz und Korruptionsbekämpfung für Vodafone und als Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Nestlé Zukunftsforums. Sie ist auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert, so z. B. in der „Expertenkommission Familie“ der Bertelsmann Stiftung oder als Vorstandsmitglied des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“. Renate Schmidt ist Autorin mehrerer Bücher, u. a. von „S.O.S. Familie – ohne Kinder sehen wir alt aus“ und „Lasst unsere Kinder wählen!“

Dr. Manfred Schneider

Dr. Manfred Schneider

Der Diplom-Kaufmann Manfred Schneider, geb. 1938, war seit 1966 zunächst Leiter des Finanz- und Rechnungswesens Duisburger Kupferhütte, einer Beteiligungsgesellschaft der Bayer AG, und zuletzt Vorsitzender des Vorstandes. 1987 wurde er in den Vorstand der Bayer AG berufen, 1992 bis 2002 agierte er schließlich als Vorsitzender des Vorstandes. Von 2002 bis 2012 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bayer AG. Von 1999 bis 2001 war er Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie. Manfred Schneider ist seit 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Linde AG und seit 2009 Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE AG.

Prof. Dr. Rupert Scholz

Prof. Dr. Rupert Scholz

Der CDU-Politiker Rupert Scholz, geb. 1937, studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1972 nahm er den Ruf der Freien Universität Berlin als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht an. 1978 folgte er schließlich dem Ruf der Universität München auf den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Verwaltungslehre und Finanzrecht (Emeritierung 2005). Von 1981 bis 1983 war er Senator für Justiz, ab 1982 auch für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin. Von 1988 bis 1989 gehörte Rupert Scholz als Bundesminister der Verteidigung dem III. Kabinett Helmut Kohls an. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und dort u. a. Vorsitzender des Rechtsausschusses.

Gerhard Stratthaus

Gerhard Stratthaus

Gerhard Stratthaus, geb. 1942, war von 1968 bis 1973 Mitglied des Gemeinderats und anschließend bis 1981 Bürgermeister von Brühl. Von 1981 bis 1993 amtierte er als Stadtoberhaupt von Schwetzingen. Seit 1992 ist er Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg und agierte u. a. als finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Unter Ministerpräsident Teufel wurde er 1998 baden-württembergischer Finanzminister und behielt dieses Amt bis 2008 inne. Zwischen Oktober 2008 und Juni 2011 war Stratthaus Mitglied des dreiköpfigen Leitungsausschusses des Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS oder auch SoFFin), der in der Folge der internationalen Finanzkrise die Geschäftsfähigkeit der deutschen Banken sichern sollte.

Dr. h. c. Erwin Teufel

Dr. h. c. Erwin Teufel

Erwin Teufel, geb. 1939 in Rottweil, ist Diplom-Verwaltungswirt (FH). 1964 wurde er mit 25 Jahren zum Bürgermeister der Stadt Spaichingen gewählt. Von 1972 an vertrat er den Wahlkreis Villingen-Schwenningen 34 Jahre im Landtag von Baden-Württemberg. Er war sechs Jahre Staatssekretär im Innenministerium und dann für Umweltschutz. Von 1978 bis 1991 war er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und dann bis 2005 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg sowie Landesvorsitzender der CDU. Auf Bundesebene war er stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, Präsident des Bundesrats und Mitglied der Föderalismuskommission. Im Konvent für eine Europäische Verfassung vertrat er den Deutschen Bundesrat als ordentliches Mitglied.

Dr. Henning Voscherau

Dr. Henning Voscherau

Der Notar und SPD-Politiker Henning Voscherau, geb. 1941, war SPD-Fraktionsvorsitzender und von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. 1992 wurde er zum Vorsitzenden der Verfassungskommission des Deutschen Bundestages und des Bundesrates berufen. Henning Voscherau war Präsident des Bundesrates und Vorsitzender des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Deutschem Bundestag.