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Verleihung des Roman-Herzog-Medienpreises 2010/2011 an Dirk Kurbjuweit (Der Spiegel)

Verleihung des „Roman-Herzog-Medienpreises 2010/2011“ an
Dirk Kurbjuweit (Der Spiegel)

Vor rund 150 geladenen Gästen wurde Der Spiegel – Hauptstadtbüroleiter Dirk Kurbjuweit am 1. Dezember im Haus der Bundespressekonferenz für seinen Essay Ackermanns Herrschaft mit dem „Roman-Herzog-Medienpreis 2010/2011“ ausgezeichnet. Der mit 5.000,- Euro dotierte Preis, der nach dem früheren Bundespräsidenten und Vorsitzenden des Konventkreises Roman Herzog benannt ist, zeichnet besonders wichtige und reformpolitisch qualifizierte Beiträge von Journalisten in den Medien aus. Bisherige Preisträger waren Heribert Prantl (2007 / Süddeutsche Zeitung) und Dr. Robin Mishra (2009 / Rheinischer Merkur).

Dirk Kurbjuweit gelingt nach Auffassung der Jury „eine hochaktuelle, engagierte und stilistisch brillante Auseinandersetzung mit dem Thema Euro-Krise. Dieser Meinungsbeitrag macht die hohe Verschuldung von Staaten verantwortlich dafür, dass diese zum Spielball der Finanzmärkte geworden sind – damit trifft der Text das Thema der Ausschreibung genau. Beschrieben werden die Gefahren, die daraus für die Demokratie erwachsen. Allen Beteiligten in der Demokratie, auch den Bürgern, wird ihr Teil der Verantwortung an dieser Entwicklung zugewiesen. Kurbjuweit versucht aber auch, Wege zu einem Bewusstseins-wandel aufzuzeigen.“

Verleihung des Roman-Herzog-Medienpreises 2010/2011: Anerkennungspreis an Hansjürg Zumstein (Schweizer Fernsehen) Außerdem wurde Hansjürg Zumstein vom Schweizer Fernsehen für seinen Filmbeitrag „Der Euro am Abgrund“ mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

In seiner Eröffnungsrede ging Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Herzog zunächst der Frage nach, warum verschiedenste Akteure – Politik, Bürger, Banken, die Europäische Union – in die Schuldenfalle tappten und wie daraus der Zwang zu notwendigen Veränderungen erwuchs. Sodann widmete sich der Vorsitzende des Konventkreises der häufig vorhandenen Angst vor Reformen. Schließlich rief er dazu auf, den unheilvollen Teufelskreis aus Schuldenfalle und Reformangst zu durchbrechen, um den anstehenden Aufgaben in Deutschland, aber auch auf europäischer und globaler Ebene gerecht zu werden.

Dr. Robin Mishra hob in seiner Laudatio vor allem den zeitlosen Charakter des diesjährigen Gewinnerbeitrages hervor. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, so Mishra, das sich Fakten und Beschlüsse täglich, ja stündlich ändern könnten. Dirk Kurbjuweit sei hingegen das Kunststück gelungen, eine über den Tag hinaus weisende Betrachtung mit hoher inhaltlicher Dichte zu verfassen.

Die Teilnehmer der abschließenden Diskussion unter Moderation der ZDF-Hauptstadtstudio-leiterin Bettina Schausten beschäftigten sich mit der Schuldenkrise in Europa, die längst zu einer Währungskrise und infolgedessen zu einem Menetekel für viele Euro-Staaten und deren Regierungen geworden ist.

Nach der Preisverleihung lud der Konvent für Deutschland die Anwesenden zu einem kleinen Empfang.

Impressionen der Preisverleihung finden sie hier.

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Der Euro am Abgrund - Wie Deutschland und Griechenland die Euro-Krise auslösten
Ein Film von Hansjürg Zumstein
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